Kennedy, Rob & Dowling, Peter.
Rob Kennedy *1968 in London UK, lebt in Glasgow UK
Ausstellungen [Auswahl]:
2008 I relish your balderdash, Performance mit Peter Rose in Location One, New York USA [S]
2007 Live in Montreal, Studio Cormier, Montreal CA
2006 Art Today, Goethe Institut Sofia RO
2005 In between times, Tramway, Glasgow UK
2004 Art Now Lightbox, Tate Britain, London UK
Peter Dowling *1977 in UK, lebt in Glasgow UK
Studium der Musik und Komposition in England und Schottland
Stipendien [Auswahl]:
2007 Artist in Residence, PRIM, Montreal CA
2006-2007 Forschungsstipendiat Research fellow Glasgow University UK
2006 Residence, InterAct project an der at UC DK
Hapless, Helpless and Hopeless
2008 >> 34:00 min, Ton, Farbe
Zu schnell, zu grell, zu laut, zu viel. Unterbrochen von Momenten fast meditativer Ruhe und Entschleunigung l?sst Rob Kennedy den Zuschauer in seiner Arbeit Hapless, Helpless and Hopeless immer wieder die schiere taktile Gewalt seiner Bilder spüren. Dabei geht der Film bis an die Schmerzgrenze des Wahrnehmbaren und führt in scheinbar unendlichen Wiederholungen, Loops und Skits die zum Absurden übersteigerte Materialität eines Massenmediums vor Augen und Ohren; denn was man in dieser Kooperation mit dem Komponist Peter Dowling sieht und hört, ist ausschließlich bearbeitetes Material aus dem Werbefernsehen. Durch einen Prozess der Dekonstruktion und Fragmentarisierung möglicher neuer Zusammenhängen erschlossen, wird in der komplexen Struktur der Arbeit vor allem die widerspruchslose hypnotische Kraft fühlbar, die von der visuellen Repräsentation dessen ausgeht, was wir wollen sollen. Dabei bleibt die Darstellung durchaus ambivalent: Auch die Poesie dieser Ikonographie unserer Zivilisation findet in Kennedys Reflexion ihren Ausdruck und ihre tiefe Sehnsucht nach Schönheit und Perfektion. Die 34 Minuten Dauer des Films entsprechen in etwa der Menge an Werbung, die man im Laufe eines zweistündigen Spielfilms konsumiert und lassen den Betrachter überfordert mit der Frage zurück, welchen visuellen Energien er sich im Alltag aussetzt.
Maren Haffke



