September 2004
Konstrukt Kino: Lynn Hershman Leeson - part one
Tina Rehn
27. September 2004, 19.30 Uhr, Bonner Kinemathek in der Brotfabrik
Als Auftakt dieser Reihe zeigt die Kunstwissenschaftlerin Tina Rehn am 27.09.2004 um 19.30 in der Brotfabrik das Video "Cyberchild" und den Spielfilm "Leidenschaftliche Berechnung (Conceiving Ada)" der amerikanischen Medien-Künstlerin Lynn Hershman Leeson, deren Werk Performances, Fotografien, Videos und zahlreiche interaktive Installationen umfaßt. Für ihre Arbeiten hat sie nicht nur zahlreiche Preise erhalten hat und ist weltweit in den renommiertesten Sammlungen vertreten, sie gilt auch als Pionierin im Bereich der interaktiven Medien.
"Cyberchild" (USA 1998; Regie: Lynn Hershman; 20 Min) "[...] handelt von den Auswirkungen des technoloischen Fortschritts auf alle Lebenssysteme, heute und in Zukunft, der Schaffung von Cyborgs, jenen Wesen, deren Existenz in gewisser Weise von Technologien abhängt [...]" (Lynn Hershman Leeson)"Conceiving Ada (Leidenschaftliche Berechnung)" (USA/D 1997; Regie: Lynn Hershman Leeson, OmU, 85 Min.) Emmy Coer (gespielt von Tilda Swinton), eine junge Wissenschaftlerin forscht an genetischen Codes, die es ermöglichen sollen, historische Persönlichkeiten mit einem Computerprogramm zu reanimieren. Es gelingt ihr, Kontakt zu einer geistesverwandten Forscherin im 19. Jahrhundert aufzunehmen, nach der das Pentagon eine Computersprache benannt hat: Ada, eine Tochter von Lord Byron, die Mathematik mit Leidenschaft betrieb.
"Conceiving Ada" ist ein ästhetisches Experiment, mit dem die Medienkünstlerin Lynn Hershman Leeson Videokunst und Film in eine neue Relation setzt.



