Oktober 2006
Videokunst aus Rumänien
Mittwoch, 18. Oktober 2006, 19 Uhr, Kunstmuseum Bonn
Astrid Wege stellt die Videokunstszene aus Rumänien vor.
"Cultural and technological experiments are closely connected", schrieb Calin Dan 2003 in einem Essay über die Entwicklung der Film-, Video- und Medienkunst in Rumänien. Deren Anfänge seien durch eine "Ästhetik der Armut" charakterisiert, die einen realen Hintergrund in der Knappheit an technischen Mitteln, aber auch in der Zensur durch die sozialistische Regierung hatte. So war Ion Grigorescu, einer der wichtigsten Protagonisten der Film- und Videokunst in Rumänien der 1970er Jahre, damals als einziger Künstler in Bukarest im Besitz einer Filmkamera.Die technischen, kulturellen und politischen Bedingungen künstlerischer Arbeit haben sich, v.a. nach dem Sturz des Ceauscescu Regimes 1989, natürlich grundlegend geändert. Gerade in der jüngeren Generation arbeiten viele KünstlerInnen mit Video, was möglicherweise, unter anderen Vorzeichen, wiederum ökonomische Gründe hat.Gezeigt werden exemplarisch Filme und Videos von KünstlerInnen unterschiedlicher Generationen: Ausschnitte aus Ion Grigorescus "Boxing" und "Les vérités du Monde du Capital" von 1977, aus Calin Dans "Sample City" von 2003 und seinem neuen Video "TRIP", 2006, sowie Ausschnitte aus Florin Tudors und Mona Vatamanus Videos "The Palace", 2003-04 und "The Trial" von 2006.
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