November 2009
Vortrag von Anna Dietz über Mathias Poledna.
Mittwoch, 25. November, 19 Uhr im Auditorium des Kunstmuseum Bonn.
Mathias Poledna (*1965 Wien/A , lebt und arbeitet in Wien/A, Los Angeles/USA) gehört jener Generation von KünstlerInnen an, die zu Beginn der 1990er Jahre im Rückgriff auf die institutionskritische Kunst der 1960er/1970er Jahre und konzeptuelle Praktiken wie Recherche, Analyse und Dokumentation die Infragestellung der Bedingungen und die Re-Politisierung von Kunst vorantrieb.
Unter Berufung auf das gemeinschaftlich-gesellschaftliche Bildgedächtnis der Massenmedien setzt sich Poledna wiederholt kritisch mit den Möglichkeiten der Sichtbarmachung historischer Gegebenheiten in politischen wie populärkulturellen Kontexten auseinander. Die Form der Re-inszenierung und die Technik des Zitates dienen dabei oft als künstlerische Strategien, um die Möglichkeit eines kritisch-konstruktiven Verhältnisses zu Geschichte und Gegenwart zu hinterfragen.
Anhand seiner seit 2001/02 entstandenen filmischen Inszenierung wird Anna Dietz die Vorgehensweise von Mathias Poledna vorstellen und zur Diskussion stellen.
Innerhalb des Vortrages wird darauf Rücksicht genommen werden, dass die Filme nur in einem spezifischen installativen Zusammenhang aufgeführt werden können und werden daher nur anhand von Installationsansichten, Stills und/oder Sounds sichtbar gemacht.



