Ginsborg, Charlotte.

*1974 in London UK, lebt in London UK
2001-2002 Goldsmiths College, London University UK
1994-1998 Central Saint Martins College Of Art and Design, London UK

 

Ausstellungen [Auswahl]:

 

2008 International Video Art, Centro di Cultura Contemporanea Strozzina - CCCS, Florenz I
Recontres International, Centre George Pomidou, Paris F
2007 Heroes! like us...?, PAN - Palazzo delle Arti di Napoli, Neapel I
Asia - Europe Mediations, IF Museum Inner Spaces, Posen PL
2005 Charlotte Ginsborg, Irit Garty & Isaac Layish, Whitechapel Project Space, London UK
2005 Rencontres Internationales, Paris, Berlin, Madrid

 

 

The Mirroring Cure

2008 >> 20:00 Min, Ton, Farbe

 

The Mirroring Cure ist ein Dokumentarfilm, der, thematisch um das Element der Wiederholung kreisend, mit einer kräftigen Portion Fiktion und subjektivem Symbolismus versehen ist. Charlotte Ginsborg drehte ihre Arbeit vor dem Hintergrund einer Hochhaus-Baustelle in London. Eine Frau, die im Empfangsbereich arbeitet, fährt den Zuschauer ins Thema ein. Sie will die Bauarbeiter befragen, um den Erfolgstrieb bei der Arbeit zu untersuchen. Ehrgeiz, Einsamkeit und Tagträumereien entwickeln sich unerwarteterweise zu den wesentlichen Inhalten. Als der Design Manager zum Thema Ausgeglichenheit befragt wird, spricht er in seiner überraschenden Antwort über seinen gesundheitlichen Zustand. Im Alter von 20 Jahren verlor er das Gefühl in den Händen, geriet aus dem Gleichgewicht und stürzte. In einer selbst erfundenen Heilmethode für sein Ungleichgewicht betrachtete er während der Abriss- und Aufbauphase seine Kollegen, insbesondere wie sie ihre Hände und Körper benutzen. Als besonders faszinierend empfand der Manager die Momente, in denen seine Mitmenschen ihre Rolle ablegen und sie selbst werden. Als das Gebäude fast fertig ist, entdeckt er eine weitere Heilmethode, während er mit einem Bauarbeiter im Aufzug fährt. Angesichts eines nahenden Schwächeanfalls beginnt er, die Bewegungen des anderen Mannes zu imitieren. Für diese Art der Spiegelung bedarf es starker Konzentration, doch sie befreit ihn nicht nur von seinen körperlichen Beschwerden, sondern sie verstärkt auch das Gefühl der Zugehörigkeit. Der Akt des Spiegelns wird bei Ginsborg vielfältig thematisiert. Die Geste der Empfangsdame, wie sie langsam ihren Hals streckt, verloren in Tagträumen und doch sehr präsent, wird zu einem hypnotischen Symbol für die Rolle der Arbeit im persönlichen Kontext.

 

Misti Wilson

 

  • Vom 17.2.-02.4.2017 findet die 16. Ausgabe der Videonale ̶ Festival für Video und zeitbasierte Kunstformen statt, mit einer... mehr
  • Videonale Bonn und Video Art Network (VAN) Lagos schließen sich zusammen, um gemeinsam das Projekt „VIDEONALE IN... mehr
  • mit Anderwald + Grond (Wien) Videopräsentation Christine de la Garenne und Diskussion   In Kooperation mit DAS... mehr
Logo Videonale e.V.

Newsletter

Zum Abonnieren des Videonale-Newsletter bitte E-Mail eintragen.


Newsletter

Stay informed on our latest news!