Mai 2004
Werkgespräche mit Ursula Damm / Andreas Köpnick
Ursula Damm
26. Mai 2004, 19.00 Uhr im Auditorium des Kunstmuseum Bonn
Ursula Damm schreibt über ihre künstlerische Arbeitsweise:
" Zu Beginn meiner künstlerischen Praxis waren meine Arbeiten Beschreibungen meines individuellen Raumempfindens. Wie ein Wissenschaftler wollte ich aus dem individuell Wahrgenommenen Gesetzmäßigkeiten ableiten, um das Gefundene auf seine Allgemeingültigkeit auszutesten. Es entstanden Geometrisierungen dieser Vorstellungen, die metrische und topologische Aspekte des Raums behandelten.
Als der Computer ins Spiel kam, entdeckte ich, um wieviel spannender es ist, Raum zu beobachten, anstatt ihn zu konstruieren. Diese Entdeckung führte zu Arbeiten über Bewegungsspuren im Raum. Meine multimedialen Installationen interpretieren diese Spuren - ob es die Schritte von Menschen auf einem Platz sind oder die Navigationspfade im Internet - und versuchen, sie im Verhältnis zu ihrem Bedeutungskontext zu erfassen."
Andreas Köpnick
18. Mai 2004, 18.30 Uhr im Auditorium des Kunstmuseum Bonn
Andreas Köpnick nutzt seit Mitte der achtziger Jahre die Videotechnik künstlerisch im Grenzbereich zwischen medienreflektierender Analyse und sinnlich-poetischer Synthese. Der in dieser Zeit vollzogene Übergang vom analogen Bildsignal zur digitalen Codierung, vom authentischen Realitätsverständnis zur artefaktischen Simulation regte eine Vielzahl von Videobändern, Installationen und Performances an, die abseits jeglicher Medieneuphorie nach verborgenen Konstanten im Umbruch suchen. Seit 1999 ist Köpnick Professor für Film, Video und neue Medien an der Kunstakademie Münster. Aktuelle Arbeiten beschäftigen sich mit der Rekonstruktion magisch-intuitiver Bedeutungsfelder aus den Fragmenten des Modernismus. Andreas Köpnick zeigt ausgewählte Arbeiten aus zwei Jahrzehnten, die von bildhauerisch-performativen Formfindungen bis zu Netzprojekten reichen.



