Oktober 2004

Kölner Bilderkünstler: Gisbert (Gibbs) Müller / Der einzige Film von Gerhard Richter: "Volker Bradke" (1996) im Kontext mit Filmen von Christof Kohlhöfer und Sigmar Polke

Konstrukt Kino - Kölner Bilderkünstler: Gisbert (Gibbs) Müller

25. Oktober 2004 um 19.30 Uhr, Bonner Kinemathek in der Brotfabrik

 

Sigrid Limprecht zeigt Ihnen zwei Filme des Bilderkünstlers "Gibbs", der anwesend sein wird:

"442368 Sichtverhältnis" (D 2003, nach einer Idee von Gibbs & Jo Schultheis, Realisierung: Thorsten Nöh und Jo Grams, 55 Min.)

"442368 Sichtverhältnis" ist ein Porträt über zwei zeitgenössische Künstler aus Köln. In Form von Intervies, Archivmaterial und Kunstwerken wird der Werdegang der beiden unterschiedlichen Künstler skizziert, ihre Zusammenarbeit dargestellt und Einblicke in die gemeinsame Ausstellung TEE VAU in der Kölner Galerie 63elf gewährt. Im Rahmen dieser Ausstellung setzen sich die beiden mit dem Thema Medien auseinander.

"Was soll nun aus mir werden" (D 1995, nach einer Idee von H.M. Fink mit Gibbs und Jo Schultheis, 25 Min.)

Ein Mann an einem Tisch, ein halbnackter Kellner.

Er trinkt, raucht und hat nur einen Gedanken:

Was soll nur aus mir werden?

Keine Maske, kein Schnitt, kein Wasser in den Gläsern.
Danach zeigen wir Ihnen noch einen Überraschungsfilm.

 

Barbara Hess, Der einzige Film von Gerhard Richter: "Volker Bradke" (1996) im Kontext mit Filmen von Christof Kohlhöfer und Sigmar Polke

13. Oktober 2004, 19 Uhr, im Auditorium des Kunstmuseum Bonn

 

In der Kunstwelt der späten sechziger Jahre haben zahlreiche Künstlerinnen und Künstler sporadisch oder häufiger - neben ihrer Arbeit in anderen Medien - mit dem Medium Film gearbeitet. Der Vortrag konzentriert sich auf Filme von Protagonisten, die -um 1968- am "Brennpunkt Düsseldorf" (so die Titel von zwei historischen Ausstellungen) aktiv waren: Christof Kohlhöfer, Sigmar Polke, Gerhard Richter und Katharina Sieverding. Mit Ausnahme von Gerhard Richters Film "Volker Bradke" (1966) - seiner einzigen Arbeit in diesem Medium - stammen die (teils in Ausschnitten) gezeigten Werke aus der Schenkung Ingrid Oppenheim im Kunstmuseum Bonn.

Diese frühen Arbeiten der Künstler lenken den Blick zurück auf eine Zeit, in welcher der Film - als ein technisch reproduzierbares Medium unter anderen - im Kunstbetrieb eine erste, eher institutionell als kommerziell bedeutende Konjunktur erlebte, die sich beispielsweise 1971 in der Düsseldorfer Ausstellung "Prospect 71 Projection", aber auch im Rahmen der "documenta 5" 1972 manifestierte. Trotz ihres gemeinsamen historischen und räumlichen Entstehungszusammenhangs weisen sie ein breites Spektrum von künstlerischen Herangehensweisen an das filmische Medium auf, in denen sich verschiedene Formen von Selbstinszenierung und Medienreflexion, ein handwerklich-experimenteller Umgang mit dem Medium und gezielte Rückverweise auf historische Avantgarden miteinander verbinden. Ihren hybriden Charakter - charakteristisch für das "Kunstwerk im Zeitalter der post-medialen Bedingungen", so die These von Rosalind Krauss - verdanken sie nicht zuletzt ihrer langen "Reise" durch verschiedene Medien und Präsentationsformen: gedreht auf 16mm-Filmmaterial, zum Teil in den siebziger Jahren auf Videoband kopiert und in jüngster Zeit digitalisiert und damit auf neue Weise zugänglich gemacht." (Barbara Hess)

  • Vom 17.2.-02.4.2017 findet die 16. Ausgabe der Videonale ̶ Festival für Video und zeitbasierte Kunstformen statt, mit einer... mehr
  • Videonale Bonn und Video Art Network (VAN) Lagos schließen sich zusammen, um gemeinsam das Projekt „VIDEONALE IN... mehr
  • mit Anderwald + Grond (Wien) Videopräsentation Christine de la Garenne und Diskussion   In Kooperation mit DAS... mehr
Logo Videonale e.V.

Newsletter

Zum Abonnieren des Videonale-Newsletter bitte E-Mail eintragen.


Newsletter

Stay informed on our latest news!