August 2005

stadtkunst Bonn / videoparadiso_iMediathek on the Road

stadtkunst Bonn

6. - 28. August 2005 Eröffnung am Freitag, 5. August 2005, ab 16 Uhr

Treffpunkt zu den Rundgängen am Eröffnungstag: Altes Rathaus, 16 Uhr, anschließender Umtrunk

 

stadtkunst bonn präsentiert zwischen dem 6. und 28. August 2005 zum fünften Mal aktuelle Kunst von KünstlerInnen, die in Bonner Ausstellungshäusern mit ihrer Arbeit vertreten sind. Projekte in allen Ausdrucksformen der Bildenden Künste finden an den verschiedensten Standorten, vom Platz bis zum Laden statt.

stadtkunst bonn lenkt den Blick auf die Kunst und auf das Bonner Stadtzentrum. Ausstellungsbereich ist die Bonner Innenstadt innerhalb des City-Rings. Die künstlerische Auseinandersetzung mit Bonn als urbanen Raum wird so ermöglicht.

stadtkunst bonn wird ehrenamtlich organisiert und schafft so die Möglichkeit und Anlaß, sich als Bürger für aktuelle Kunst und für Bonn als Kulturstadt einzusetzen. Es verzichtet auf finanzielle Zuwendungen der öffentlichen Hand, da es kein "oder" sondern ein "und" der Kunstereignisse sein will.

Die Videonale Bonn beteiligt sich in diesem Jahr mit Arbeiten von:

Katja Davar: "Peoples who trash elevators", 2003 Acherstr. 8

Dirk Königsfeld: "02'56'50"W 53'25'04"N", 2004 Volksbank Bonn/Rhein Sieg, Gangolfstr. 7

Nadja Marcin: "Alta ego", 2005 Brüdergasse 17 Beate Geissler & Oliver Sann: "Return to Veste Rosenberg", 2004/05 Büroconcept + Raumdesign, Brüdergasse 26

Asli Sungu: "Steckengeblieben", 2003 und "Als ob", 2003 Roswitha Carstensen, Gangolfstr. 15

Die stadtkunst Bonn läuft bis einschließlich Sonntag, den 28. August 2005

 

iMediathek

Mittwoch 3. August 2005, ab Einbruch der Dunkelheit (ca.21.30 Uhr), Vorplatz des Kunstmuseums Bonn videoparadiso_iMediathek on the Road. Programm und Einführung: Mona Schieren, Kuratorin und Mitarbeiterin der iMediathek der Hochschule für Künste in Bremen

 

Videoarbeiten von acht Künstlern aus sechs Ländern werden Open Air auf dem Vorplatz des Kunstmuseums Bonn gezeigt. Bringen Sie Decken und Picknick-Körbe mit und erleben Sie neue Video-Perspektiven zum Thema "Ortserkundungen".

"Die Stadt wirkt irgendwie so deplatziert, als ob sie sich verlaufen hätte" konstatiert die Videoarbeit "Das Gelb Ohne Zebra" die jüngst auf dem European Media Art Festival (EMAF, Osnabrück) uraufgeführt wurde. Mit ihr macht der Wiener Thomas Fürhapter (1974) den Zustand erlebbar, in einer Stadt zu sein und zugleich auch ganz woanders.

Vor ihrem Villa Massimo Stipendium hat Astrid Nippoldt (D) Paris erkundet: die Place de la Concorde vor der Parade des 14. Juli. In ihrer Bild-Hauerei "Studio 77" zertrümmern Markus Korpys und André Löffler (D) Skulpturen und Gegenstände im Atelierkontext.

Die Belgierin Els Opsomer fertigte ihre Arbeit "iMovie_(2) in between / shifting" mit dem Amateur-Software-Paket iLife von Apple an. Das Video enthält Fotografien von Städten Brasiliens und des Senegals, die Opsomer besuchte.

Der in den Niederlanden lebende Rumäne Calin Dan zeigt einen absurden Gang durch Bukarest. Das schweizer Künstlerduo Lukas Bardill und Gabriele Gerber macht das Welt Wirtschafts Forum Davos zum Gegenstand ihres Videos: Hubschrauber kreisen am Himmel, immer wieder. Ist es ein Echtzeitvideo oder ein Loop? Die Künstler observieren die Obvervation.

Seit langem eine feste Größe der internationalen Medienkunst ist Jean-François Guiton (F), der als Professor an der Kunsthochschule Bremen lehrt. Mit seiner Arbeit "Fußnote" untersucht er den Bildschirm als Präsentationsort. Ralf Köster und Olaf Simon (D) befragen in ihrem Film "Deutschland im Herbst 2001" die Grenzen zwischen öffentlichem und privatem Stadtraum.

Unter freiem Himmel werden die Videoarbeiten auf Vorplätzen von Museen und Ausstellungshäusern zwischen Lüttich - Basel - Bremen nach Einbruch der Dunkelheit auf die Leinwand eines Lieferwagens projiziert. Videoparadiso nimmt damit die Aufführungspraxis aus der Frühzeit des Films auf: damals wurden Filme von fahrenden Schaustellern als Kuriosum auf Marktplätzen gezeigt.

 

Zur iMediathek: Videokunst wird hauptsächlich in Museen gezeigt. Ist die Ausstellung vorüber, "verschwinden" die Arbeiten meist im Archiv und sind somit für die Öffentlichkeit unzugänglich - bis zur nächsten Ausstellung.

Das Videokunstarchiv iMediathek hat sich zur Aufgabe gemacht, Videokunst im Internet zugänglich zu machen. Das Projekt Videoparadiso leistet in diesem Fall die Rückkopplung vom virtuellen in den realen Raum; die im Programm "Ortserkundungen" gezeigten Videoarbeiten sind wiederum auf der Internetplattform einzusehen.

nächste Station: Samstag, 6. August 2005, 22 Uhr Vorplatz des ARP MUSEUMs, Bahnhof Rolandseck, Hans-Arp-Allee 1, 53424 Remagen

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