Februar 2008
Nadia Ismail "Born in China - Made in USA. Videoarbeiten von Michael Zheng"
Mittwoch, 27. Februar 2008, 19.00 Uhr im Auditorium des Kunstmuseums Bonn, Eintritt frei.
Der Künstler als Wanderer zwischen den Welten ist ein bekanntes Thema. Die Kuratorin und Autorin Nadia Ismail sieht diese Aussage in dem aus China stammenden Amerikaner Michael Zheng personifiziert.
Die Arbeit von Michael Zheng ist meist konzeptueller Natur und findet ihre künstlerische Ausprägung häufig in ortspezifischen Installationen und Eingriffen. Aber auch Skulptur, Performance und Video gehören zum Repertoire des Künstlers. Sein Hauptinteresse gilt der Erkenntnis und Sensibilisierung für die Wahrnehmung von Realität, die durch Phänomenologie, kulturelle und politische Prägung beeinflusst wird. Er kreiert Situationen, die bekannte und altbewährte Sicht- und Denkweisen in Frage stellen um damit Raum für andere, neue Sichtweisen zu eröffnen.
Michael Zheng fand nach einem "ersten Leben" erst spät zur Kunst, machte sie dann aber zu seinem Lebensinhalt und sieht in ihr all die Möglichkeiten versammelt, sich selbst und der Umwelt gegenüber der eigenen Existenz zu versichern. In den meist als Performance konzipierten künstlerischen Statements reflektiert er die Ungewissheit des Individuums im Umgang mit anderen. Dabei verwendet er den eigenen Körper als integrales Element der performativen Arbeiten und bezieht durch die physische Nachvollziehbarkeit den Betrachter in seine Werke ein. Seine künstlerische und philosophische Weltsicht wurzelt in der taoistischen und buddhistischen Tradition.
Nadia Ismail prüft die These, dass Zhengs polyvalenter Umgang mit Medien seine vielgestaltige Persönlichkeit widerspiegelt und stellt dazu die Arbeiten in den Mittelpunkt ihres Vortrags. Zahlreiche Videos werden erstmals in Deutschland öffentlich gezeigt.



